Interview mit Felix Gutzwiller- Metroraum Verkehr

Interview mit Felix Gutzwiller

Felix Gutzwiller
Felix Gutzwiller, Ständerat Kanton Zürich

Herr Gutzwiller, herzliche Gratulation zur Wiederwahl. Seit 1999 politisieren Sie in Bern, seit 2007 als Ständerat. Worauf dürfen wir uns mit Ihnen im Stöckli die nächsten vier Jahre am meisten freuen?
Mit dem breiten Mandat der Zürcher Bevölkerung im Rücken werde ich auch in den nächsten vier Jahren die Zürcher Anliegen vorantreiben. Dazu gehören die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den "Wirschaftsmotor der Schweiz", bildungspolitische Anliegen, aber auch Infrastrukturfragen.

Der Kanton Zürich ist einer der  Initiatoren der Metropolitankonferenz. Fühlen Sie sich auch als Stimme des Metropolitanraums Zürich?
Die in den letzten Jahrzehnten gewachsenen Metropolitanräume sind in Bern nicht immer genügend repräsentiert. Ich mache es mir deshalb zu einer besonderen Aufgabe, diese Anliegen ebenfalls einzubringen.

Thema Verkehrspolitik: In der Vergangenheit haben Sie sich positiv zum Ausbau der Nordumfahrung und zum Brüttenertunnel geäussert. Zwei zentrale Anliegen des Metropolitanraumes, die auch vom Kantons- und Regierungsrat unterstützt werden. Im Rahmen der Finanzierung der Bahninfrastruktur (FABI) wurde nun der Brüttener zwar in der Dringlichkeitsstufe 1 klassiert, aber nicht für den ersten Ausbauschritt bis 2025 vorgesehen. Wie bringen Sie Bundesbern auf Kurs?
Die Infrastrukturprobleme des Kantons Zürich werde ich besonders beachten (Strasse, Schiene, Luft). Dazu gehört die Nordumfahrung, aber vor allem auch der Brüttener Tunnel. Ich werde versuchen, die anderen Ständeratskollegen und -kolleginnen für dieses wichtige Anliegen zu mobilisieren.

Die Metropolitankonferenz engagiert sich stark im Bereich Cleantech - der Metropolitanraum soll zur Green Region werden. 2011 forderten Sie in einem Vorstoss, das technisch-wirtschaftliche Potenzial diverser Energien wie Wasserkraft, Windenergie etc. zur Erzeugung von Strom neu zu beurteilen. Wo setzen Sie hier Schwerpunkte in der nächsten Legislatur?
Die kommende Legislatur wird wichtige Weichenstellungen in der Energiepolitik vornehmen. Cleantech wird dabei eine entscheidende Rolle spielen. Es geht nicht nur um einen möglichst hohen Anteil erneuerbarer Energien, sondern auch um den möglichen Zuwachs an Technologiearbeitsplätzen.

Die Metropolitankonferenz hat sich im Bereich Gesundheitspolitik noch nicht positioniert, Was würden Sie sich als Gesundheitspolitiker für den Metropolitanraum wünschen? Haben Sie eine Empfehlung?
Die neue Spitalfinanzierung ab 1. Januar 2012 bietet Anreize für eine Optimierung von Qualität und Effizienz in der Erbringung medizinischer Leistungen. Gerade in den Metropolitanräumen sollte das dazu führen, dass das dichte Netz der Spitalversorgung noch vermehrt über Qualität, Koordination und Vernetzung der verschiedenen Subspezialitäten gesteuert werden sollte. Auch ambulante Ärztenetze können weitere Beiträge zu einer guten Versorgung leisten.


Interview: Julia Weber

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